Costa Favelosa - Gibraltar - Lissabon 2017                
 
 Geschmackvoll gestaltete Gänge zu den Kabinen 
Gläserne Fahrstühle bieten einen guten Blick in die große Hotelhalle beim Auf- und Abfahren ...

Die traditionelle Abschiedsgala ließ die Eistorte, die von den Kellnern bisher feierlich zelebriert wurde, vermissen. 

Alles ist mit den Jahren zur Routine erstarrt ...

Künstlerisch gut gestaltete Märchenfiguren zieren viele Wände und Gänge.

Das Schiff: Costa Favelosa
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COSTA FAVELOSA hat angelegt in Warnemünde
Wieder in Warnemünde! 11 Tage sind schnell vorbei, das Wetter hat die ganze Zeit mitgespielt und die meisten Erwartungen wurden erfüllt ...

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Eine Balkonkabine ganz oben vorn, das ist schon etwas. Die Kabine ist geräumig, geschmackvoll ausgestattet und wird täglich von der Zimmerfee aus Thailand gründlich gereinigt. 

Die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe nimmt auch in diesem Jahr um mehr als 5 Einheiten zu. Außer Dienst gestellt wurde wohl in den letzten Jahren kein Schiff!? Große Schiffe benötigen viele Passagiere, 2000 bis 4000 je Reise. Und da kommt das Problem in Sicht.  In einigen Jahren wird das zu ersten Insolvenzen führen. Um die Schiffe zu füllen darf der Reisepreis nicht steigen; die Kosten müssen minimiert werden in einem harten Konkurrenzkampf. Die Eigner möchten auch noch einen Gewinn sehen.
Wer einmal eine bestimmte Tour gebucht hatte, wird die gleiche Tour nicht kurze Zeit später wieder buchen, die Reise nicht wiederholen. Also, es müssen neue Reisewillige gewonnen werden, Zugeständnisse gemacht und Extras hinzugefügt werden. Neue Bevölkerungsgruppen weichen alte Traditionen auf. Bei einer Reise vor 15 Jahren fühlte man sich beim abendlichen Dinner mit schwarzem Anzug schon fast deplatziert. Smoking und Frack waren angesagt.
Damen hatten das "Große Schwarze" dabei! Heute ist es fast schon üblich geworden unter "legerer Kleidung" Shorts und T-Shirt zu verstehen. Vor 15 Jahren wurden Leute in dieser Kleidung schon am Eingang abgefangen und auf das Restaurant verwiesen. Um den Reisepreis zu halten muss an Personal gespart werden. Heute scheint ein Kellner die doppelte Anzahl Abendgäste an den Tischen zu haben. Da viele Gäste Getränkepakete als Zugabe bei der Buchung >
 > erhalten haben und nicht alle am Tisch frei mit Getränkepaket trinken können, muss zwischen den einzelnen Gängen immer wieder nachgegossen werden. Bei einigen muss oft nachgefüllt werden!  Da neue Bevölkerungskreise erfasst werden, der Altersdurchschnitt und die Beleibtheit zunehmen, ist einiges gewöhnungsbedürftig geworden. 4 Wochen zu reisen mit dem Schiff ist oft billiger als der Aufenthalt in der Seniorenresidenzen. Am Abend nach der Show sind alle Bars und Restaurants gut belegt. Man muss die freien Getränke ja auskosten.   
Lärmende, unerzogene Bambinis fördern den Reisespaß  auch nicht sonderlich. Wenn man beim Mittagessen neben sich am Bufett einen fleischigen 2 Zentner Mitreisenden stehen hat in Badehose, ist das auch nicht so richtig angenehm. Um aber gerecht zu sein mit dem Urteil, muss man auch sagen, dass das Personal durchweg freundlich und hilfsbereit ist, aber es ist wesentlich weniger geworden in den letzten 15 Jahren ...
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Immer wieder beeindruckend, die großen Restaurants für das abendliche Dinner. Vor Jahren war da viel mehr Personal und die Speisekarten waren reichhaltiger. Exotische Namen für einzelne Gerichte haben sich aber gehalten.
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Für Unterhaltung ist gesorgt und die Animatoren finden für ihre eigenartigen Spielchen auch immer wieder Teilnehmer, aber so richtig zeitgemäß ist dieses Treiben und der Altersgruppe angepasst wohl nicht.

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Ein Blick in den Fahrstuhlschacht lässt schwindelig werden. Unermüdlich sausen die Fahrstühle über die einzelnen Stockwerke. Man vergisst ganz schnell, dass es auch Treppen gibt!

Bei der Favelosa wurde alles wesentlich moderner und zeitgemäßer gestaltet. Man fühlt sich wohl auf dem Schiff.

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Reisestation: Gibraltar
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Eindrucksvoll, Nur 6,5 km² misst das ganze Gibraltar, der Felsen und das Land davor. Weil es in strategisch wichtiger Lage liegt, weiß die Geschichte von vielen Konflikten um diesen Punkt und um die Macht. Europa und Afrika kommen sich hier am nächsten am "Felsen von Gibraltar", der aus Kalkstein besteht und 426 Meter in der Höhe misst. 

Über mehrere Generationen wurde Land gewonnen, das vor dem Felsen liegt. Das Aufschüttungsmaterial wurde beim Tunnelbau im Felsen gewonnen. Mit 50 Kilometern Tunnel ist der Felsen ein zerlöcherter Schweizer Käse. Verteidigungsbastionen wurden geschaffen. Im 2. Weltkrieg wurden in den Tunneln 15000 Soldaten stationiert, nachdem die Bevölkerung evakuiert worden war.

 Nähert man sich im Licht der aufgehenden Sonne Gibraltar im Frühdunst  ist das ein besonders beeindruckendes Erlebnis ...
 Gibraltar ist einer der am dichtesten besiedelten Orte der Welt. Mehr als 32000 Einwohner tummeln sich auf den nur 6,5 km². Trinkwasser bietet die Insel nicht. Alles muss aus Entsalzungsanlagen gewonnen werden. Alkohol und Tabakwaren sind hier nicht besteuert. Übrigens, eine Fußballmannschaft gibt es hier auch seit 1894. Beim Stadtbummel stellt man fest, die Straßenbäume tragen hier Apfelsinen. Bei einem Besuch vor 10 Jahren war das im Vordergrund sichtbare Stadtviertel noch im Bau. Um in die Altstadt am Berghang zu gelangen musste man durch Dreck und Matsch über Baubrücken entlang von Absperrungen laufen. Jetzt sieht alles aus, als wäre es schon immer da gewesen ...

 

Nur aus der Luft lässt sich das ganze Gibraltar überblicken ...
Gibraltar verfügt auch über eine Landebahn für Flugzeuge, die vor dem Felsen deutlich zu erkennen ist. einmalig ist jedoch, dass es die einzige Landebahn der Welt ist, die von einer vierspurigen Straße gequert wird. Anflug: die Ampeln blinken und Schranken schließen sich. Flugzeug landet, rollt bis zum Ende der Landebahn, wendet mit Getöse, rollt zurück und die Autos können weiter fahren.
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 Oben, vom Felsen hat man einen herrlichen Blick über die Meerenge und kann nach Afrika, Marokko blicken. In der Meerenge herrscht reger Schiffsverkehr. Auch mit der Seilbahn kann man hoch fahren. Allerdings, eine Seilbahnfahrt ist teurer als eine Tour mit dem Taxi auf den Felsen.
 Die Affen sind einfach da, in den Geschäften als Plüschtier und am Berg richtig. Es sind sehr viele!!! Sie haben viel über Touristen gelernt ...

An Menschen sind sie gewöhnt, das Fotografieren auch. Für eine Nuss setzen sie sich auf die Schulter. Andere stehen an ...

Affen, Affen, Affen für Touristen. Die Geschäfte überbieten sich! 
Alles gelernt: erst zupfen am Hosenbein, demütiger Affenblick nach oben, dann wird gebettelt durch Patschen mit den Pfoten. Da gibt jeder! ...
 
Reisestation: Portugal Lissabon
 
Lissabon liegt wie ein Amphitheater am Fuße der Hügel, die den Tejo säumen. Der Glanz der alten Forscher-, Seefahrer- und Handelsnation ist an den Gebäuden immer noch zu erkennen, auch wenn das große Erdbeben 1755 fast alles zerstört hat. Vieles wurde danach wieder aufgebaut. Viele der imposanten Bauwerke sind marode und bedürfen der Renovierung ...
 Das war der 5. oder 6. Besuch dieser Stadt. Die Finanzkrise hatte die Stadt hart getroffen. Waren im Zentrum auf dem Boulevard viele hochpreisige Geschäfte etabliert, waren es danach 1 Euro Verkaufsstellen. Der Rest war vernagelt. Nun gehrt es wieder aufwärts; der alte Glanz ist fast erreicht. Überall wird gebaut.
Am Tejo entstehen gerade weitere 3 Liegeplätze für Kreuzfahrtschiffe. Ein riesiges bebautes Arial wurde dafür abgerissen. Der Verkehr im Bereich des Flussufers  ist jetzt schon chaotisch. Wie wird es erst werden, wenn gleichzeitig 3 Schiffe mit mehr als 10000 Passagieren anlegen?

Bewundern konnten wir die Fassaden der Gebäude auf dem unteren Bild. Grau und verkommen sahen sie vorher aus. Jetzt ist alter Glanz zurückgekehrt! Die Stadtführerin machte aufmerksam: Dächer und Fassade wurden saniert. Die Häuser sind unbewohnt. Dahinter geht der Verfall weiter...

Stadtbummel bei herrlichem Wetter 
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"Paco da Ribeira", der Königspalast am Ufer des Tejo stand schon 200 Jahre, als das Erdbeben 1755 auch ihn zerstörte. Er wurde weiter entfernt vom Ufer wieder aufgebaut nach 1755. Heute ist er das touristische Zentrum und erstrahlt im alten Glanz. Unterhalb des Palastes zeugen der "Torre de Beléme" und  das "Seefahrerdenkmal" von der großen Zeit des Landes ...
 "Torre de Beléme", ein Leuchtturm auf einem Felsen im Mündungstrichter des Tejo wurde 1521 fertig gestellt. Er ist Sinnbild der portugiesischen Glanzzeit und sollte ankommenden Entdeckern, Seefahrern und Handelsschiffen Willkommen heißen. 

Das "Seefahrerdenkmal" wurde 1960 errichtet. 500 Jahre Seefahrernation sollten damit glorifiziert werden. Ganz vorn am Bug einer Karavelle steht die Galionsfigur "Heinrich der Seefahrer". 33 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens reihen sich hinter ihm auf. Personen wie Seefahrer, Entdecker, Künstler, Geistesschaffende u.a. stehen hinter ihm und symbolisieren 500 Jahre Geschichte und Aufstieg der portugiesischen Nation.

 

 

 

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